Aktuelles 19. Oktober 2018

Bildung im Alltag: Neuschaffung eines Mädchen- und Jungenzimmers im FRÖBEL-Hort Sonnenschein

„Nichts ist beständiger als der Wandel“. Eine Weisheit, die schon im alten Griechenland geläufig war und natürlich auch auf unseren Hort „Sonnenschein“ zutrifft. Dieses Mal betraf es die Anordnung unserer Räume, ein paar Möbel wurden umgestellt und somit Platz geschaffen für neue Möglichkeiten und Ideen.

Zwei nun leer gewordene Räume im 2. OG bedurften nun unserer vollen Aufmerksamkeit und die Kinder wünschten sich, ein Jungs- und ein Mädchenzimmer ins Leben zu rufen, sodass nun ganz besondere Rückzugsorte entstehen. Dazu fanden sich schnell Mädchen, voller Ideen und Tatendrang, an der Gestaltung mitzuwirken. Kataloge wurden herangeschafft, mit Eifer studiert, Vorschläge zusammengetragen und abgestimmt.

Zu allererst müssen Möbel gefunden werden, es darf aber nicht zu viele Möbel geben, Platz zum Spielen sollte ja auch da sein. Palettensofas und eine Pferde- bzw. Hundehöhle muss ausreichen. Des Weiteren musste eine Ziffernuhr her. Sehr ausgefallen, doch wie sollten die jüngeren Kinder das lesen? Dazu hatten die älteren eine einfache Idee: „Wir erklären es Ihnen dann“. Ja, warum eigentlich nicht?

Nun zu den Wänden. Weiß können sie unmöglich bleiben. Also wie die Wände gestalten? Mit Bildern! Aber wie sollten diese aussehen? Zur Beantwortung dieser Frage bekam der Hort glücklicherweise professionelle Hilfe in Gestalt einer jungen Studentin, welche nah vor einem Abschluss zur Illustratorin steht. Sie kam mit frischen Ideen, bereit die Wände schönst möglich erstrahlen zu lassen. Doch wieder sprudelte der Ideenreichtum der Kinder. Längst taten sich ganze Welten in den Köpfen der Kinder auf, welche nur noch in die Wirklichkeit gebracht werden mussten. Man muss sich nur einigen; dazu stimmten wir zusammen mit den Kindern ab.

Die Mädchen hatten sich für einen Dschungel ausgesprochen, mit Affen, Leoparden und Kolibris. Wild, gefährlich und trotzdem ästhetisch sollte er sein. Die Jungs wollten Meer. Sie wollten eine Wasserwelt, schön gruselig und atemberaubend. Die älteren Kinder warfen jedoch ein, es nicht zu gruselig zu gestalten, denn in den Zimmern soll Platz für alle Altersgruppen sein. Also gruselig, aber nicht zu gruselig. Zu diesem Zwecke brauchte man passende Tiere - Eisbär und Laternenfisch passt doch - mit großen Zähnen und Klauen. Julien (7) bemerkte jedoch, dass man diese beiden nicht zusammenpacken kann, denn der Eisbär lebt ja viel weiter oben im Wasser, der Laternenfisch ist doch ein Tiefseefisch. Diesem Fakt war nichts entgegenzusetzten, es konnte also nur einen geben. Wieder stimmten wir ab; Gewinner war der Laternenfisch.

Damit waren die Ideen geschmiedet, jetzt konnte Farbe angerührt werden. Die Kinder konnten dabei mit allen Sinnen arbeiten. Pinsel, Hände, alles was möglich war wurde eingesetzt, um eine Dschungel-und Wasserwelt entstehen zu lassen. Unsere Illustratorin entwarf dann Schablonen, für die Tiere, welche auf die Welten aufgesetzt und mit Spraydosen in diese transportiert wurden. Ein Akt, welcher bei allen Kindern für Staunen sorgte. So sehr, dass eine solche Schablonenarbeit bereits auch für das Weihnachtsfest gewünscht wurde.

Ein paar Tage, leere Farbeimer und bemalte Kinder später, waren die Bilder fertig und können jetzt in unseren neuen Jungs- und Mädchenzimmer bestaunt werden. Wer weiß also, was dieser Wandel nun alles für Abenteuer in sich tragen wird…